COV: Keine "deutschen Verhältnisse" in der Fleischbranche

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In den niederländischen Schlachtbetrieben werden die Corona-Vorsichtsmaßnahmen in der Regel gut eingehalten. Das hat der Zentralverband der Fleischwirtschaft (COV) gestern in Zoetermeer betont und damit auf Berichte über Corona-Infektionen von ausländischen Arbeitskräften in deutschen Konkurrenzfirmen reagiert. "Deutsche Verhältnisse" gebe es in den Niederlanden nicht. Die niederländischen Vorschriften zur Unterbringung und den Transport sowie zur Arbeit und Fürsorge für Arbeitsmigranten im Fleischsektor basierten auf den Richtlinien des staatlichen Instituts für Gesundheitswesen und Umwelt (RIVM). Deshalb sei das Risiko einer Ausbreitung von Covid-19 durch unerwartete Infektionen mit dem Coronavirus begrenzt.

Laut COV schreiben die Corona-Branchenprotokolle unter anderem einen persönlichen Sicherheitsabstand für das Schlachthofpersonal von 1,50 m vor. Wenn dies technisch nicht machbar sei, seien alternative Lösungen vorgesehen. Außerdem gebe es Vorschriften, wie die Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen zu kontrollieren seien. Über die Wirksamkeit der Protokolle werde regelmäßig mit der niederländischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (NVWA) und den Gewerkschaften beraten.

Bei Anzeichen von Unregelmäßigkeiten nimmt der Zentralverband nach eigenen Angaben sofort mit den betreffenden Unternehmen Kontakt auf. In den wenigen Fällen, bei denen dies bislang notwendig gewesen sei, hätten die Firmen direkt Maßnahmen ergriffen. Der Krankenstand in der Branche habe im bisherigen Jahresverlauf auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes und teilweise sogar darunter gelegen. Laut COV arbeiten im niederländischen Fleischsektor rund 6 000 Arbeitsmigranten. AgE

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