Zuckerproduktion in Polen seit 2010 kräftig gestiegen

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Zucker ist in Polen nach wie vor ein Wachstumsmarkt. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes sind in den vergangenen Jahren sowohl die Erzeugung als auch der Verbrauch deutlich gestiegen. Demnach legte die Zuckerproduktion von 2010 bis 2017 um insgesamt gut 40 % auf die Rekordmenge von 2,21 Mio t zu, wobei es 2015 witterungsbedingt zu einem deutlichen Einbruch auf damals 1,67 Mio t gekommen war.

Der Zuckerverzehr zog in der gleichen Zeit nicht ganz so stark an, erreichte aber mit einem mittleren Pro-Kopf-Verbrauch von 44,5 kg im Jahr 2017 ebenfalls einen neuen Spitzenwert. Auch hierfür verzeichneten die Statistiker 2015 eine deutliche Delle, als das Angebot wegen erheblicher Ernteausfälle deutlich knapper ausfiel.

Die Preise kamen 2015 mit einem Durchschnittswert von umgerechnet 51,4 Cent pro Kilogramm nicht an das Niveau von 2011 heran. Damals war der Jahresdurchschnittspreis mit 93,9 Cent pro Kilogramm um die Hälfte größer als 2010 ausgefallen, was viele Polen zu Hamsterkäufen beim deutschen Nachbarn animierte.

Deutschland ist auch beim Zucker ein wichtiger Handelspartner Polens. Während die polnische Statistik für den Zeitraum Januar bis November 2018 die Einfuhren aus Deutschland mit 56 423 t angibt und die Bundesrepublik damit der größte Lieferant des Süßstoffs war, gingen im selben Zeitraum 86 676 t Zucker von Polen nach Deutschland. Hauptabnehmer für polnischen Zucker im Export war in der Berichtsperiode allerdings Rumänien mit 112 749 t. AgE

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