Städte und Gemeinden fordern Unterstützung beim kommunalen Waldumbau

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Soforthilfe zur "kommunalen Waldrettung" haben der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und der Gemeindewaldbesitzerverband Nordrhein-Westfalen gefordert. Wie beide Verbände heute feststellten, leidet der deutsche Wald nicht nur unter Trockenheit, Borkenkäferbefall und Waldbränden, sondern auch unter der Corona-Krise. Diese sorge für wegbrechende Steuereinnahmen und damit für eine Finanzierungslücke beim Waldumbau.

"Wenn der Wald der Zukunft anders aussehen soll als der Wald der Vergangenheit, dann müssen Bund und Länder dem Kommunalwald grundsätzlich unter die Arme greifen. Bäume sind für die Zukunft des Klimas entscheidend. Nichts ist gefährlicher, als wenn unsere Wälder diese Aufgaben zukünftig nicht mehr erfüllen können", mahnte der DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg. Er warnte zudem davor, dass sich aus der Not heraus über kurz oder lang multinationale Konzerne in den deutschen Wald einkaufen könnten, um über diesen Zugriff die CO2-Bilanzen ihrer energieintensiven wirtschaftlichen Tätigkeiten auszugleichen.

"Bürgerwald muss aber auch zukünftig Bürgerwald bleiben", forderte Landsberg. Er wies darauf hin, dass dem Wald nicht nur in Deutschland eine Schlüsselfunktion für das Erreichen der Pariser Klimaschutzziele zukomme. Jeder Hektar Wald könne über die Photosynthese im Schnitt pro Jahr 13 t schädliches Kohlendioxid durch Bindung im nachwachsenden Rohstoff neutralisieren.

Der Städte- und Gemeindebund und der Gemeindewaldbesitzerverband Nordrhein-Westfalen fordern deshalb einen finanziellen Schutzschirm für die Rettung des Waldes im Klimawandel. Als wegweisend sehen sie in dem Zusammenhang die Entscheidung des rheinland-pfälzischen Landtages von Ende März, die Zuschüsse für die Bewirtschaftung des Staatswaldes im Nachtragshaushalt 2020 um 44,4 Mio Euro aufzustocken. Damit werde jeder Hektar Staatswald in Rheinland-Pfalz über die bereits bestehenden Zuschüsse mit zusätzlich über 230 Euro unterstützt. AgE

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